Dispokredit – Was genau ist das?

Datum: 14. Januar 2015

Wenn das Konto schon leer ist, aber einige Rechnungen noch bezahlt werden müssen, können Kunden den Dispositionskredit beanspruchen. Das Limit liegt dabei in der Regel bei zwei oder drei Monatsgehältern. Die Banken lassen sich diesen Service teuer bezahlen: Bis zu 14 Prozent Zinsen und mehr verlangen sie für den Dispokredit.

Wird das Konto über den vereinbarten Rahmen hinaus überzogen, fallen weitere Überziehungszinsen an.

Mit Dispokredit (Dispositionskredit) bezeichnet man die Möglichkeit zur Überziehung des Girokontos. Faktisch ist jede Überziehung des Kontos ein kleiner Kredit, den die Bank kurzfristig und formlos gewährt. Wie bei jedem anderen Kredit auch, werden auch beim Dispokredit mit der Bereitstellung des Geldes durch die Bank Zinsen fällig. Im Fall des Dispositionskredits sind diese allerdings deutlich höher als bei jedem anderen Kredit. Durchschnittlich 8 bis 14 Prozent müssen als Dispozinsen gezahlt werden. Grund dafür ist die hohe Flexibilität, mit der der Kredit gewährt wird und mit der er vom Kreditnehmer zurückgezahlt werden kann.

Vergleich Dispositionskredit vs. Ratenkredit

Wichtig: Die Zinsen für Dispokredite sind hoch. Deshalb sollten Verbraucher den Dispokredit nur für kurze finanzielle Engpässe verwenden. Er ist keine Alternative zu einem Ratenkredit.

Wenn Bankkunden nicht schnell ausgleichen können, sollten sie über eine Umschuldung nachdenken. Dafür kommt ein Ratenkredit in Frage.

Beim Dispokredit kann sich die Kreditsumme täglich ändern. Insofern rechnet die Bank auch pro Tag ab. Verbraucher müssen ihn nicht bei der Hausbank aufnehmen. Die Höhe der Zinsen sollten hier unbedingt mit denen des Dispo verglichen werden. In den meisten Fällen ist der Zinssatz beim Ratenkredit niedriger als beim Dispokredit.

Lohnt sich die Umschuldung?

Wer im Dauer-Minus steckt, sollte über die Umschuldung per Ratenkredit oder Abrufkredit nachdenken. Besonders attraktiv ist das Kredit-Angebot unter Onlinekredit.de. Kunden können hier eine Summe zwischen 5.000 und 50.000 Euro beantragen und flexible Laufzeiten zwischen 24 und 84 Monaten vereinbaren.

Ratsam ist den Dispositionskredit zu senken oder zu löschen, damit dieser nicht erneut in Anspruch genommen werden kann und es zu keiner Schuldenspirale kommt.

Voraussetzungen für den Dispokredit

Einen Dispositionskredit bekommt man meistens nicht automatisch mit der Eröffnung des Kontos. Wer volljährig ist und über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, kann aber bei der Bank den Dispokredit beantragen. Sicherheiten werden in der Regel nicht verlangt, doch muss das Konto schon eine Weile bestehen und dauerhaft gedeckt sein. Die Obergrenze des Dispositionskredits liegt meist beim dreifachen Monatsgehalt. Ist das Konto überzogen, erfolgt die Rückzahlung des Kredits mit dem nächsten Geldeingang automatisch.

Die Bank kann einen Dispokredit jederzeit kurzfristig kündigen, wenn sich Veränderungen ergeben haben, wie etwa der Wegfall des monatlichen Gehalts.

Fazit: Für größere Anschaffungen eignet sich der Dispo Kredit nicht. Er ist nur zur Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe gedacht. Für den Autokauf oder andere größere Wünsche ist der Ratenkredit mit deutlich niedrigeren Zinsen immer die richtige Wahl.